Lohnabrechnung richtig verstehen
Erklärung aller Positionen auf der Gehaltsabrechnung: Brutto, Netto, Steuern und Sozialversicherung — wir machen’s verständlich.
Mehr erfahrenDie wichtigsten rechtlichen Vorschriften beim Einstellen von Mitarbeitern und deren tägliche Anwendung.
Das deutsche Arbeitsrecht ist komplex — doch wer’s richtig macht, spart Zeit, Geld und Stress. Es regelt nicht nur die Einstellung von Mitarbeitern, sondern auch deren Rechte, Pflichten und den gesamten Beschäftigungsprozess.
Viele Arbeitgeber unterschätzen die rechtlichen Anforderungen. Fehler bei Verträgen, Kündigungen oder Lohnzahlungen können teuer werden — nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf Reputation und Motivation des Teams.
Das deutsche Arbeitsrecht basiert auf mehreren zentralen Bereichen. Jeder hat eine spezifische Funktion und regelt unterschiedliche Aspekte der Beschäftigung.
Regelt die Beziehung zwischen Arbeitgeber und einzelnem Arbeitnehmer. Dazu gehören Arbeitsverträge, Änderungen der Arbeitsbedingungen und Kündigungen.
Befasst sich mit Tarifverträgen, Betriebsräten und Mitbestimmungsrechten. Hier geht’s um die Rechte von Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretern.
Schützt die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitern. Umfasst Arbeitszeitregelungen, Pausenzeiten und Maßnahmen zur Unfallprävention.
Regelt Kranken-, Renten-, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung. Der Arbeitgeber trägt eine Hälfte der Beitragssätze.
Ein schriftlicher Arbeitsvertrag ist die Basis jeder Beschäftigung. Wer’s richtig macht, spart sich später viele Probleme. Der Vertrag muss klar und verständlich sein — nicht voller Juristendeutsch, das keiner versteht.
Wichtige Elemente sind Tätigkeitsbeschreibung, Vergütung, Arbeitszeit und Kündigungsbedingungen. Auch der Ort der Tätigkeit sollte definiert sein — besonders wichtig im Zeiten von Homeoffice und mobiles Arbeiten.
Nach dem Nachweisgesetz (NachwG) muss der Arbeitgeber die wesentlichen Bedingungen spätestens einen Monat nach Arbeitsbeginn schriftlich mitteilen. Verstöße führen zu Bußgeldern bis 2.000 Euro.
Kündigungen sind eine heikle Angelegenheit. Fehler hier kosten richtig Geld — durch Gerichtsverfahren, Abfindungen oder Rückzahlungen. Es’s wichtig, die Regeln zu kennen.
Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats ( 622 BGB). Tarifverträge können längere Fristen vorsehen — prüfen Sie das für Ihren Betrieb.
Schwangere, Betriebsratsmitglieder und Schwerbehindertenvertreter können nicht ohne zustimmung der zuständigen Behörde gekündigt werden. Das gilt auch während Mutterschutz und Elternzeit.
Nicht jede Kündigung ist rechtens. Es muss einen sachlichen Grund geben — schlechte Leistung, Verhaltensweisen oder betriebliche Gründe. Willkürliche Kündigungen sind unwirksam.
Arbeitgeber haben viele Termine zu beachten. Wer diese versäumt, riskiert Bußgelder und rechtliche Probleme. Hier sind die wichtigsten Fristen im Überblick.
Die Anmeldung zur Sozialversicherung muss spätestens am dritten Arbeitstag erfolgen — das ist nicht optional. Die Entgeltabrechnung braucht’s bis zum letzten Arbeitstag des Monats oder spätestens zwei Tage später. Steuererklärungen für Arbeitnehmer sind bis zum 10. März des Folgejahres fällig.
Auch die jährliche Lohnsteuererklärung beim Finanzamt und die Unfallmeldung bei der Berufsgenossenschaft gehören dazu. Ein gutes System — ob digital oder manuell — hilft, diese Fristen nicht zu vergessen.
Schriftliche Arbeitsverträge mit allen wesentlichen Bedingungen sind Pflicht. Macht’s klar und verständlich, dann vermeidet ihr Missverständnisse von Anfang an.
Pünktliche und korrekte Lohnzahlungen, ordnungsgemäße Steuern und Sozialversicherung — das ist nicht verhandelbar. Fehler hier kosten schnell mehr als’s wert ist.
Arbeitsschutzmaßnahmen sind keine Extras. Sie schützen eure Mitarbeiter und auch euer Unternehmen vor Haftungsrisiken.
Ein System für Meldepflichten und Fristen hilft. Ob Kalender, Software oder Checkliste — hauptsache, nichts wird vergessen.
Wer sich Zeit für die Basics nimmt, baut eine solide Grundlage für ein gutes Arbeitsverhältnis. Das zahlt sich in Loyalität, Produktivität und weniger Problemen aus.
Dieser Artikel bietet informative Übersicht über deutsche Arbeitsrechtsgrundlagen. Jede Situation ist unterschiedlich — was für einen Betrieb gilt, kann für einen anderen anders sein. Für spezifische Fragen zu Ihrem Unternehmen empfehlen wir, einen Rechtsanwalt oder Arbeitsrechtsspezialisten zu konsultieren. Die hier bereitgestellten Informationen sind keine Rechtsberatung und ersetzen nicht die Beratung durch einen Fachmann.